Mit kleinen Schritten zu mehr Innovationen in Industrie-Haftpflicht
Seit einigen Jahren ist es das gleich Bild in Industrie-Haftpflicht: Die Kreise sind im Keller, und es ist offenbar genug Kapazität im Markt, damit das auch in nächster Zeit so bleibt. Deshalb diskutieren die Versicherungsnehmer und die Makler nun stattdessen lieber über die fehlende Innovationskraft der Versicherungswirtschaft und mahnen Deckung für neue Risiken an. Rund 75 % der Versicherungseinkäufer sind der Meinung, dass die deutsche Assekuranz keine ausreichende Deckung für neue Risiken zur Verfügung stellt. Das ergab eine Umfrage auf der diesjährigen Euroforum-Konferenz „Haftpflicht" in Hamburg.
Deckungslücken sieht die Wirtschaft etwa im gesamten Bereich der Internet-Risiken und bei den Betriebsunterbrechungsschäden ohne Sachschäden. „Das schwebt wie ein Damoklesschwert über der Industrie", sagte DVS-Präsident Klaus Greimel, Versicherungschef von E.ON. Dr. Georg Bräuchle. Mitglied der Geschäftsleitung von Marsh in Deutschland, sieht Probleme vor allem im Bereich der erneuerbaren Energien, wo für Produktionsausfälle etwa im Bereich Geothermie und Offshore-Windkraft schwer Deckung zu bekommen sei. Auch Garantien für Solarmodule seien über die hier üblichen langen Laufzeiten schwer zu versichern. In einer zunehmenden Dienstleistungsgesellschaft rücken Vermögensschäden immer stärker in den Fokus der Industrieversicherer. ...
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