Aktuelle Ausgabe

Das aktuelle Heft 05/10 erscheint am 01.03.2010 mit diesen Themenschwerpunkten:

  • Schwerpunkt Solvency II : "Keine Überforderung der Branche"
  • Stornoverhütung: Was tun die Versicherer?

Inhaltsverzeichnis des aktuellen Heftes

Lesetips aus dem aktuellen Heft-Nr. 05/10:

Krisensymptome in Leben

Einmalbeitragsboom, Verhaltenskodex gegen Umdeckungen, White-Label-Produkte in der klassischen Lebensversicherung

2009 war ein schwieriges Jahr für die deutschen Lebensversicherer. Darüber täuschen auch nicht die aktuellen Erfolgsmeldungen mit gigantischem Neugeschäft aus Einmalbeiträgen hinweg, die vielerorts das Ergebnis trotz stark rückläufiger Neuverträge gerettet haben. Dieses Geschäft ist extrem volatil und hat mit der klassischen Altersvorsorge häufig kaum etwas zu tun. Außerdem kann es - wenn es sich um reine Zinsprodukte für Kurzfristanleger handelt - die Leistungen für die Bestandskunden in einer Weise schmälern, die das Image der Branche zukünftig einmal mehr stark belasten wird.

Hinzu kommt das Problem der Umdeckungen: Weil diese angesichts trüber Neugeschäftsperspektiven gerade bei den staatlich geförderten Riester-Produkten im großen Stil praktiziert werden, tut sich hier gleich das nächste Problem für die Branche auf. Wegen der hohen Kostenbelastungen hat das Bundesministerium für Finanzen kürzlich eine Studie über die Preisgestaltung bei Riester in Auftrag gegeben; wenn dabei auch diese Vertriebspraktiken ans Licht kommen, steht gleich die nächste Image-Delle ins Haus.
Da helfen dann auch keine teuren Werbekampagnen, da hilft nur noch beherzte Selbsthilfe der Branche, bevor der Staat zum Gegenschlag ausholt und wieder einmal schärfer reguliert. Im GDV wird momentan gerade über einen gemeinsamen Verhaltenskodex diskutiert, um derartige Auswüchse im Vertrieb künftig zu verhindern...

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Kann man den gordischen Knoten durchschlagen?

Der Streit um den Deutschen Ring: Eine Zwischenbilanz nach dem Eingriff der BaFin

Der Streit um die Zukunft des Deutschen Rings geht weiter. Durch den Eingriff der BaFin hat er eine neue Stufe erreicht. Um die Orientierung im Stellungskrieg zwischen Basel, Hamburg und Dortmund nicht zu verlieren, findet sich im folgenden Beitrag eine kleine Zwischenbilanz.

Im Februar erließ die BaFin nach monatelanger Prüfung Verwaltungsakte. Im Kern hat die Aufsicht damit den beiden Streithähnen den Hammer gezeigt, aber noch nicht zugeschlagen.
Das Vetorecht, mit der die Schwestergesellschaften Deutscher Ring Kranken und Deutscher Ring Leben/Sach sich gegenseitig blockieren konnten, wurde aufgehoben. Die Aufsicht bemängelte das hohe operationelle Risiko, dass durch die Mehrfacharbeitsverträge von rd. 720 Ring-Mitarbeitern bestehe (sie dienen sowohl der Leben/Sach als auch dem Krankenversicherungsverein). Aber sie ordnete keine Entflechtung oder Aufteilung der Beteiligungen an, sondern forderte die Parteien nur dazu auf, für eine organisatorische Trennung der Teilunternehmen zu sorgen. Durch die Verpflichtung, regelmäßig mit detaillierten Kennzahlen über die Entwicklung an die BaFin zu berichten, will die Aufsicht zudem zusätzlichen Einigungsdruck aufbauen...

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