Aktuelle Ausgabe

Das aktuelle Heft 03/12 erscheint am 01.02.2012 mit folgenden Themenschwerpunkten:

  • Optimierung von Antrags- und Vertriebsprozessen: Wertigkeit des Hausarztberichtes in der Risikoentscheidung
  • Ratenzuschläge bei Lebens- und Rentenversicherungen: Erläuterungen, Berechnungen, Netto-Effektivzins

Inhaltsverzeichnis des aktuellen Heftes

Lesetips aus dem aktuellen Heft-Nr. 03/12:

Zu wenig Deckung für neue Risiken?

Mit kleinen Schritten zu mehr Innovationen in Industrie-Haftpflicht

Seit einigen Jahren ist es das gleich Bild in Industrie-Haftpflicht: Die Kreise sind im Keller, und es ist offenbar genug Kapazität im Markt, damit das auch in nächster Zeit so bleibt. Deshalb diskutieren die Versicherungsnehmer und die Makler nun stattdessen lieber über die fehlende Innovationskraft der Versicherungswirtschaft und mahnen Deckung für neue Risiken an. Rund 75 % der Versicherungseinkäufer sind der Meinung, dass die deutsche Assekuranz keine ausreichende Deckung für neue Risiken zur Verfügung stellt. Das ergab eine Umfrage auf der diesjährigen Euroforum-Konferenz „Haftpflicht" in Hamburg.
Deckungslücken sieht die Wirtschaft etwa im gesamten Bereich der Internet-Risiken und bei den Betriebsunterbrechungsschäden ohne Sachschäden. „Das schwebt wie ein Damoklesschwert über der Industrie", sagte DVS-Präsident Klaus Greimel, Versicherungschef von E.ON. Dr. Georg Bräuchle. Mitglied der Geschäftsleitung von Marsh in Deutschland, sieht Probleme vor allem im Bereich der erneuerbaren Energien, wo für Produktionsausfälle etwa im Bereich Geothermie und Offshore-Windkraft schwer Deckung zu bekommen sei. Auch Garantien für Solarmodule seien über die hier üblichen langen Laufzeiten schwer zu versichern. In einer zunehmenden Dienstleistungsgesellschaft rücken Vermögensschäden immer stärker in den Fokus der Industrieversicherer. ...

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Flucht in die GKV?

Werbeoffensive der Ersatzkassen gegen die PKV

Es gab einmal eine Grenze, die den Krankenversicherungsmarkt klar aufteilte: Selbständige und Personen mit einem Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze gehörten in den Einzugsbereich der PKV, die übrigen Versicherten zur GKV. Diese nirgends festgeschriebene sogenannte Friedensgrenze wurde von allen Beteiligten respektiert; man kam sich nicht ins Gehege. Inzwischen sind die gesetzlichen Kassen privater geworden; sie suchen Kunden und dürfen sogar werben.
Diese Werbung sieht so aus, daß sie der Öffentlichkeit mitteilen, es habe geradezu einen Run aus der privaten Krankenversicherung zu den gesetzlichen Kassen eingesetzt. In den Medien erscheinen Meldungen, wonach zum Beispiel die Techniker Krankenkasse 2011 68.000 Privatpatienten gewonnen habe, bei der Barmer/GEK sollen es 27.600 gewesen sein. Sogar die AOK berichtet von einer regen Nachfrage seitens der Privatversicherten, eine höchst unwahrscheinliche Meldung, denn bevor ein Privatversicherter zur AOK wechselt, müssen schon erhebliche innere Barrieren abgebaut werden. In diesen Verlautbarungen wird auch angedeutet, daß es Tricks gäbe, die gesetzlichen Hindernisse bei einem Wechsel von der PKV zur GKV zu umgehen und daß man gern dabei behilflich sein wolle. ...

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