Banken und Versicherungen im Fadenkreuz
1. September 2026Thomas Joos (Freier Journalist) |
Der Finanzsektor verzeichnet die höchste Dichte an kritischen Geräterisiken
Der Finanzsektor steht 2026 in der Liste der am stärksten gefährdeten Branchen weiter oben als noch im Vorjahr. Auswertungen aus großen Telemetrie-Datensätzen zeigen für Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister eine überproportional hohe Dichte an kritischen Schwachstellen pro vernetztem Gerät, eine zunehmende Verbreitung unverschlüsselter Verwaltungsprotokolle und einen wachsenden Anteil veralteter Windows-Versionen, die mit dem Support-Ende für Windows 10 in den produktiven Bestand gerutscht sind. Drei Faktoren verstärken einander, klassische Sicherheitsmodelle aus der Endpoint-Welt halten der Entwicklung nicht mehr stand.
Was den Finanzsektor von anderen Branchen unterscheidet
Banken und Versicherungen verbinden eine hohe Geräte-Vielfalt mit einer global verteilten Infrastruktur und einem regulatorischen Druck, der in kaum einem anderen Sektor vergleichbar ausfällt. Ein durchschnittliches Bank-Großinstitut etwa betreibt mehrere Tausend Filialen, Selbstbedienungsterminals, Geldautomaten, Zugangskontrollanlagen, IP-Kameras, Druck-und Scan-Infrastruktur, VoIP-Telefonie, Trading-Workstations und Backoffice-Server. Hinzu kommen externe Verbindungen zu Clearing-Stellen, Korrespondenzbanken, Ratingagenturen und Cloud-Diensten.
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