KI-Einsatz: IT-Infrastruktur entscheidet
1. Juni 2026Thomas Chudo (Senior Manager, noris network AG) |
Künstliche Intelligenz krempelt die Versicherungsbranche um. Und das in einer bislang unvorstellbaren Geschwindigkeit: ob bei der Risikomodellierung, der Schadenbearbeitung, der Betrugserkennung oder im Kundenservice. Doch smarte Algorithmen und große Sprachmodelle öffnen nicht nur Türen für das Geschäft. Dahinter muss eine physische Infrastruktur stehen, die den massiven Anforderungen an die leistungshungrigen Workloads gewachsen ist. Gleichzeitig bestehen für Versicherer erhebliche regulatorische Herausforderungen: Wer hochsensible Daten mit KI verarbeiten will, muss Souveränität und Compliance architektonisch mitdenken.
KI ist in der Versicherungsbranche angekommen. In der Risikomodellierung ermöglichen maschinelle Lernverfahren eine Granularität, die klassische Methoden nicht erreichen. Das gilt beispielsweise für Schadenberichte, Gutachten oder die Kundenkorrespondenz. Große Sprachmodelle erschließen unstrukturierte Datenbestände, die bislang manuell gesichtet werden mussten, und überführen sie in verwertbare Erkenntnisse. In der Betrugserkennung identifizieren Algorithmen Muster, die menschlichen Prüfern verborgen bleiben. Und im Kundenservice federn sprachgesteuerte Assistenzsysteme die Flut an Routineanfragen ab, sodass Sachbearbeiter
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