Partielle interne Modelle für Sachversicherer: Optimierungsmöglichkeit für Kapitalanforderungen und Rückversicherung
1. November 2026Johannes-Stefan Kowitz (Marsh Re) |
Daniel Teetz (Oliver Wyman) |
Seit der Einführung von Solvency II hat die Branche ihr Risikomanagement kontinuierlich weiterentwickelt und die risikobasierte Unternehmenssteuerung nachhaltig gestärkt. Die Solvency-II-Quote selbst stand aber insbesondere für mittelgroße Sachversicherer zunächst nicht immer im Fokus, nicht zuletzt aufgrund der soliden Kapitalausstattung. In den letzten Jahren wuchs auch hier der Druck: Die Hochinflationsphase, der Zinsumschwung und die wachsende Relevanz des Flutrisikos – insbesondere seit dem Ereignis Bernd und den Debatten zur Elementarschadenpflichtversicherung – stellen die Branche nun vor neue, aber gestaltbare Aufgaben.
Infolgedessen vernehmen Oliver Wyman und Marsh Re aktuell in Deutschland wieder ein erhöhtes Interesse an partiellen internen Modellen (PIMs), welche die regulatorischen Kapitalanforderungen der Standardformel teilweise durch unternehmenseigene Modelle ersetzen. Daraus können sich verschiedene Vorteile ergeben: Zum einen können diese durch eine risikoadäquatere Darstellung den Kapitalbedarf deutlich reduzieren. Zum anderen lässt sich durch die Konvergenz von Risikosicht und regulatorischen Anforderungen insbesondere für Naturgefahren
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Kategorisiert in: 202611 Rückversicherung

