PFAS – Das Veränderungsrisiko unterschätzt?
1. März 2026M.S. |
Unterschätzt der deutsche Markt das Risiko PFAS? Nachdem es zunächst Deckungs-Ausschlüsse für die „Ewigkeitschemikalien“ gegeben hatte, entspannte sich die Lage zuletzt deutlich. Auf der diesjährigen Euroforum-Haftpflichttagung berichteten Makler und Kunden, dass es aktuell offenbar marktweit keine PFAS-Ausschlüsse gebe – trotz der GDV-Musterklausel vom Frühjahr 2025, die einen Ausschluss vorsieht. Ihr sei kein einziger Versicherer bekannt, der das wie vom GDV vorgeschlagen umgesetzt habe, sagte Claudia Sedlacek-Dechert, Ressortleiterin Haftpflicht bei dem Versicherungsmakler für den Maschinen- und Anlagenbau VSMA.
Man könne nicht mit pauschalen Ausschlüssen arbeiten, betonte Sebastian Schare, Head of Casualty Germany, Austria and CEE bei Liberty Specialty Markets. PFAS sei etwas völlig anderes als Asbest, denn es komme auf den konkreten Einsatz der Chemikalien an. Es handele sich um ein sehr individuelles Risiko, das man im gemeinsamen Dialog abklären müsse. Nur für PFAS-Risiken in den klagefreudigen USA gebe es bei Liberty einen Ausschluss. Dieses Risiko könne man nicht versichern.
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Kategorisiert in: 202603 Assekuranz aktuell
