Risiko Datenleck
1. November 2026Jan Meurer (Director Broker Distribution, Stoïk) |
„Weit entfernt scheinende Datenlecks wie der Cyberangriff auf Liechtenstein können Auswirkungen auf das eigene Unternehmen haben und sollten daher nicht unterschätzt werden. Grund hierfür ist die Weiterverwertung der Daten. Cyberkriminelle setzen zuvor gestohlene Informationen oft gezielt ein, um ihre betrügerischen Nachrichten glaubwürdiger zu gestalten, etwa als vermeintliche Anfragen von Behörden, Banken, Treuhändern oder bekannten Geschäftspartnern. KI kann diese Entwicklung zusätzlich beschleunigen, weil sich personalisierte und sprachlich überzeugende E-Mails in großer Zahl und kurzer Zeit erstellen lassen. Grundsätzlich zeigt ein solcher Vorfall, dass sensible Personen- und Unternehmensdaten nach einem Datendiebstahl auch für weitere Betrugsversuche relevant werden können. Entscheidend ist: Das Datenleck muss nicht im eigenen Unternehmen liegen, damit der eigene Name für Betrugsszenarien missbraucht wird.“

