Schließt die Riester-Reform die Vorsorge-Lücke?
1. Januar 2026M.S. |
Die Bundesregierung setzt mit der Riester-Reform zum Befreiungsschlag in der geförderten Altersvorsorge an. Der wider Erwarten im Dezember kurzfristig vorgelegte Gesetzentwurf nutzt die Vorarbeiten der Ampelkoalition und setzt im Kern auf eine Erweiterung der geförderten Produktpalette um ein neues Altersvorsorgedepot ohne Garantien. Mit dieser investmentorientierten Produktvariante und mit der Abschaffung des Verrentungsgebots dürfte die bisherige Dominanz der Lebensversicherer in der staatlich geförderte Altersvorsorge unter Druck geraten, auch wenn sie als Anbieter von Rentenpolicen (jetzt auch mit 80%-Garantieniveau) weiter im Spiel bleiben.
Die entscheidende Frage ist, ob es die Bundesregierung mit dem neuen Ansatz nach langen Jahren des politischen Stillstands nun tatsächlich schafft, die Vorsorgelücke zu schließen und endlich mehr Menschen in die kapitalgedeckte Vorsorge bringen. Angesichts der erodierenden gesetzlichen Rentenversicherung ist das von entscheidender Bedeutung. Um dieses existentielle sozialpolitische Problem in den Griff zu bekommen und Altersarmut zu verhindern, will die Bundesregierung durchaus Geld in die Hand nehmen.
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