Waldbrandgefahr: Nasse Winter können Risiken erhöhen
1. November 2026Tobias Grimm (Chief Climate Scientist, Munich Re) |
Es waren die größten Waldbrände in Europa seit Jahrzehnten: Beinahe gleichzeitig wüteten in Südwestfrankreich und in mehreren Teilen Spaniens im Juli 2026 eine ganze Reihe riesiger Feuer, nicht weit entfernt von den Ballungszentren Madrid und Bordeaux. Hunderttausende Menschen wurden evakuiert.
Vorausgegangen war den Feuersbrünsten ein sehr nasser Winter, gefolgt von anhaltender Hitze und Dürre im Frühjahr und Sommer. Die Forschung bezeichnet solche Wechsel zwischen gegensätzlichen Wetterextremen als „Climate Whiplash“. Dazu kann etwa der Übergang von einer ungewöhnlich nassen zu einer außergewöhnlich heißen und trockenen Witterungsperiode gehören. Die Wetterentwicklung des Jahres 2026 entsprach in Teilen diesem Muster, auch wenn ihr konkreter Einfluss auf die einzelnen Brände bislang nicht abschließend quantifiziert ist.
Die Brände im Sommer 2026 zeigten: Auch in Europa können große Feuer bis in die Nähe dicht besiedelter und wirtschaftlich bedeutender Gebiete vordringen. Ein Schadenszenario wie in Kalifornien bleibt zwar weniger wahrscheinlich,
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