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Zeitschrift für Versicherungswesen 12 | 2018

Mehrheit für Opting-Out in der bAV

Die Deutschen befürworten mit großer Mehrheit ein Opting-Out-Modell in der betrieblichen Altersvorsorge. Zwei Drittel der Berufstätigen (64%) finden diesen Ansatz gut. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von Fidelity International unter 1.000 berufstätigen Bundesbürgern. Nur ein Drittel der Berufstätigen (29%) hat bislang das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) wahrgenommen. Die große Mehrheit (70%) kennt das Gesetz nicht. Insgesamt fühlen sich die Deutschen aber gut darüber informiert, wie sie über den Arbeitgeber für das Alter...

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Inhaltsverzeichnis 12 | 2018

Hier können Sie das Inhaltsverzeichnis für die Ausgabe-Nr. 12/2018 herunterladen: Inhaltsverzeichnis 12 | 2018

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Vergesst die Insurtechs

Der Hype um die Insurtechs nimmt immer größer Ausmaße an. Die Geldsummen, die Investoren (und auch digitalisierungsfreudige Versicherer) in neue Firmen pumpen, steigen auf neue Höchstwerte. Die Insurtechs mit frischen Service- und Produktideen sind zum Innovationsschrittmacher der Assekuranz geworden. Allerdings dürfte das viele Geld der Investoren nur teilweise gut angelegt sein: Die Insurtechs können den Versicherern innovative digitale Lösungen etwa für die Kundenkommunikation, die Verwaltung von Verträgen oder die Schadenregulierung...

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Auf dem Weg zu einem neuen Standard-Produkt für die Altersvorsorge?

Die große Koalition will ein neues, standardisiertes Riester-Produkt schaffen. Kann das zum Einfallstor für Konzepte wie die „Deutschland-Rente“ werden, eine staatlich organisierte Form der Altersvorsorge, bei der Versicherer und Vermittler außen vor bleiben? Die politische Unzufriedenheit mit den hohen Kosten der Lebensversicherung, die sich bei der Evaluierung des LVRG niederschlagen dürfte, könnte zu einem radikalen Neuanfang in der privaten Altersvorsorge führen. Dass auch das neue bAV-Sozialpartner-Modell bislang in der Praxis...

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Interessenkonflikte des Sachwalters

Prof. Dr. Matthias Beenken (Fachhochschule Dortmund) | Dr. Christian Durchholz (bbg Betriebsberatungs GmbH) | „Die Pflichten des Versicherungsmaklers gehen weit“, so der Bundesgerichtshof (BGH) im Jahr 1985. Der Versicherungsmakler kann deshalb als „treuhänderähnlicher Sachwalter“ des Kunden bezeichnet werden. „Das gilt trotz der in vielen Ländern gleichförmig bestehenden Übung des Versicherungsvertragsrechts, wonach die Provision der Versicherungsmakler vom Versicherer getragen wird.“ <1> Die vom BGH bestätigten, weitgehenden Pflichten wurden bislang nicht explizit...

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Standardisierung: Wie können die Versicherer dagegenhalten?

Dr. Marc Surminski | Verbraucherschützer und Politiker laufen sich bei der Deutschland-Rente warm und dringen auf deren baldige Umsetzung. Die Versicherungswirtschaft ist jetzt gefordert, mit ihren Vorschlägen für ein neues, standardisiertes Riester-Produkt dagegenzuhalten. Bis zum Sommer will sie ein erstes Konzept vorlegen. Die Gretchenfrage ist dabei, wie man es künftig mit den Vertriebskosten hält. Ein echtes Opting-Out-Modell wäre ein schwerer Schlag für die Vermittler. Ohne Opting-Out blieben aber die Kosten...

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PKV und GKV mit gemeinsamer digitaler Gesundheitsakte

Die Digitalisierung kommt im deutschen Gesundheitswesen bislang nur schleppend voran. Weil der Gesundheitsbereich extrem kleinteilig organisiert und zudem in ein gesetzliches und privates Lager geteilt ist, die wiederum aus insgesamt Hunderten von Anbietern bestehen, sind einheitliche Lösungen besonders schwierig. Das Debakel mit der elektronischen Gesundheitskarte zeigt, dass selbst unter politischem Druck kaum Fortschritte zu erzielen sind. Vor diesem Hintergrund haben einige große Akteure selbst die Initiative ergriffen. So entwickelten etwa...

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Trendwende bei der Sterblichkeitsentwicklung?

Über viele Jahrzehnte verbesserte sich die Lebenserwartung weltweit signifikant. Diese Entwicklung hat sich allerdings in den USA im letzten Jahrzehnt spürbar verlangsamt, wie eine neue Studie von Partner Re zeigt. Die Zugewinne durch einen gesünderen Lebensstil (z.B. weniger Raucher) und bessere medizinische Behandlung gingen zurück, in den USA stieg zudem die Zahl der Todesfälle aufgrund von Unfällen und Selbstmorden sowie der vielen Opfer der Opioid-Krise an. Außerdem nahmen die Fälle...

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Die Welt zu Gast bei den deutschen Aktuaren

Rita Lansch | Es war der Kongress der Superlative und es gab allen Grund dazu. Mit einer Rekordbeteiligung von 2.750 Teilnehmern startete Anfang Juni der Weltkongress der Aktuare in Berlin – erstmals nach 50 Jahren wieder in Deutschland. Es ging nicht um Klein-Klein, sondern die ganz großen Themen, wie die globalen Herausforderungen der Digitalisierung, der Demografie und ihrer Auswirkungen auf die Sozialsysteme. Der Präsident der Internationalen Aktuarvereinigung IAA, der Japaner...

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Run-off: Es fehlt die nötige Masse

Dr. Marc Surminski | Die Run-off-Plattformen in Deutschland brauchen dringend neue Bestände, damit das Geschäftsmodell funktioniert. Erst mit einer bestimmten Größe können sich die benötigen Skalenvorteile überhaupt realisieren lassen, auf denen das Geschäftsmodell beruht. „Von diesem angestrebten Zustand sind die Plattformen aber noch meilenweit entfernt“, sagte Dr. Torsten Utecht, Finanzchef der Zurich, Anfang Juni beim 15. Rückversicherungssymposium der Technischen Hochschule Köln. Nach seiner Kenntnis hätten die Abwicklungsgesellschaften derzeit noch viel...

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Wie verändert die Digitalisierung die Assekuranz?

Dr. Marc Surminski | Wie verändert die Digitalisierung die Assekuranz? Das ist die zentrale Frage, die alle Versicherer im Moment bewegt. Wichtige Treiber für Innovationen und möglicherweise disruptive Veränderungen sind die Insurtechs. Aber was haben sie tatsächlich an Innovations-Potenzial zu bieten? Und wie positionieren sich die Vertreter der etablierten Versicherungsgesellschaften in diesem Umfeld? Der erste „Hamburg Insurance Innovation Day“ gab darüber Ende Mai Auskunft. Das Thema treibt die Branche sichtbar...

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Retro-Kapazität: Immer größere Abhängigkeit vom Kapitalmarkt

Nach den großen Naturkatstrophenschäden in 2017 haben etliche Rückversicherer verstärkt Retro-Kapazität genutzt, um ihre Zeichnungsfähigkeit für Spitzenrisiken zu erhalten. Nach einer Studie von Moody’s wurde dabei vermehrt auf alternatives Kapital zurückgegriffen. Nach gängigen Marktschätzungen entfällt mittlerweile bereits rd. 2/3 der Retrokapazität auf alternative Kapitalformen. Die tatsächliche Zahl könnte noch viel höher liegen, sagte Kate Vascher, Chief Underwriting Officer der Aspen Group, beim diesjährigen Rückversicherungssymposium der TH Köln. Weil auch klassische...

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New School of Insurance Transformation (5):

Markus Rosenbaum (Leipziger Foren Holding) | Dr. Hagen Habicht (Digital Impact Labs Leipzig) | Labs, Inkubatoren, Akzeleratoren – Welche Therapie hilft wann? Seit vor wenigen Jahren die ersten InsurTechs die Assekuranzbühne betraten und die Vokabel „Digitalisierung“ in aller Munde geriet, machen die (etablierten) Versicherungsunternehmen Ernst mit der Innovation und sukzessive auch mit dem Innovations“management“. Aber Ernst machen heißt nicht, dass automatisch alles einfach ist und richtig gemacht wird. Wie gut,...

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Kaum Verständnis für Cyber-Versicherung

Cyber-Risiken sind spätestens seit den großen Schadenfällen der letzten Zeit in aller Munde. In den Medien wird die Bedrohungslage der Wirtschaft breit diskutiert, die Versicherer setzen auf das große Neugeschäfts-Potenzial von Cyber-Policen. Aber an den Betroffenen geht das alles offenbar weitgehend vorbei: Ein Großteil der deutschen Unternehmen kennt ihr konkretes Risikoprofil in Bezug auf Cyberattacken nicht, hat kein Notfall-Management-Konzept und weiß zu wenig über Cyber-Versicherungen. Zwar schätzen 98% „Cyber Risk“...

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Mehr Geld für Insurtechs

Der Insurtech-Boom ebbt nicht ab – im Gegenteil. Die Investitionen in Insurtechs erreichten im ersten Quartal 2018 einen neuen Rekordwert: Bei insgesamt 66 Transaktionen flossen nach Zahlen von Willis Towers Watson weltweit knapp 724 Millionen US-Dollar in die jungen Unternehmen. Dieser Wert liegt um 16% höher als im vierten Quartal 2017 und um 155% über dem Vorjahresquartal. Seit 2012 ist die Zahl der Insurtech-Investitionen von 53 auf insgesamt 700 angestiegen....

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Aktieninvestments deutscher Erstversicherer

Prof. Dr. Jürgen Hawlitzky (Studiengang Versicherungs- und Finanzwirtschaft an der Wiesbaden Business School der Hochschule RheinMain) | Lena Moles Marquez (Jahrgangsbeste Studentin des ausbildungsintegrierten Bachelorstudiengangs „Insurance and Finance” an der Wiesbaden Business School im vergangenen Jahr) | Mit einem Kapitalanlagevolumen von 1.310,7 Mrd. Euro im Jahr 2016 zählt die deutsche Erstversicherungswirtschaft zu den größten institutionellen Anlegern Deutschlands. <1> Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus ist es für Versicherungsunternehmen jedoch kaum noch möglich,...

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Blockchain-Technologie und Smart Contracts in der Versicherungsbranche: Analyse von Einsatzmöglichkeiten

Stephanie Swatosch, B.A. (Absolventin des Studiengangs Bachelor of Insurance Management der TH Köln in Kooperation mit dem BWV München) | Prof. Dr. Thomas Hartung (Inhaber der Professur für Versicherungswirtschaft an der Fakultät für Wirtschafts- und Organisationswissenschaften der Universität der Bundeswehr)| 1. Einleitung Die Blockchain – spätestens seit dem Höhenflug der mit dieser Technologie verbundenen Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum beginnen sich immer mehrUnternehmen mit ihren Potenzialen und Auswirkungen zu beschäftigen....

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Vom Nerd zum Manager? Die Rolle und Entwicklung des Chief Information Officers in der deutschen Versicherungswirtschaft

PD Dr. Muhammed Altuntas | Michael Gouasé M.Sc. | Dr. Jannes Rauch (Universität zu Köln, Institut für Versicherungswissenschaft) | In dieser Studie wird die Rolle des Chief Information Officers (CIO) in der deutschen Versicherungswirtschaft sowie dessen Evolution von einer eher technisch geprägten Unterstützungsfunktion zu einer steuernden Managementfunktion untersucht. Basierend auf organisatorischen (z.B. Verankerung der IT im Unternehmen) und personenbezogenen (z.B. Studienhintergrund) Merkmalen der CIOs von 34 deutschen Versicherungskonzernen wird die CIO-Position...

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Heinrich Frommknecht †

Heinrich Frommknecht, von 1974 bis 1997 Vorsitzender der Vorstände der Signal Versicherungen, ist am 25. Mai kurz nach seinem 86. Geburtstag gestorben. Als Chef der Signal, aber auch als Vorsitzender des PKV-Verbandes von 1984-1990 hat er die Branche geprägt und darüber hinaus in zahlreichen Ehrenämtern gewirkt. Er war ein Manager der alten Schule, der es vom Lehrling bis zum Generaldirektor brachte und als Grandseigneur der PKV noch viele Jahre nach...

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Arag | Wachstumsmarkt Rechtsschutz

Die Arag hat das „Übergangsjahr“ 2017 nach dem Verkauf der Lebensversicherung besser überstanden als selbst angenommen. Im verbleibenden Sach- und Krankenversicherungsgeschäft stiegen die Beitragseinnahmen um 4,6% auf 1,59 Mrd. Euro. Damit sei bereits knapp ein Drittel der abgegebenen Lebensversicherungsbeiträge kompensiert worden, sagte Konzernchef und Eigentümer Dr. Paul-Otto Faßbender bei der Bilanzvorlage. Die Combined Ratio konnte im Vergleich zum Vorjahr noch einmal leicht abgesenkt werden und verzeichnet mit 89,9% den besten...

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DEVK | Wachstum über Markt

Die Bruttobeiträge der DEVK-Gruppe erhöhten sich 2017 um 3,7% auf 3,3 Mrd. Euro. Hauptwachstumstreiber war die Rückversicherung: Die Einnahmen der DEVK-Rückversicherung (einschließlich der Schweizer Tochter Echo Re) aus DEVK-fremdem Geschäft lagen bei 318 Mio. Euro und verzeichnen damit ein Plus von 14,1%. Hier will das Unternehmen weiter wachsen. Dafür engagieren sich die Kölner künftig auch auf dem US-Markt. Dort wird das Unternehmen Rückversicherung für die vielen kleineren regionalen Versicherungsvereine anbieten....

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Gothaer | Rückzug aus Polen

Nach der Concordia zieht sich nun auch die Gothaer aus dem polnischen Markt zurück. Sie verkauft ihre polnische Tochter Gothaer Towarzystwo Ubezpieczen an die Vienna Insurance Group (VIG). Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Damit geht die Konsolidierung des polnischen Marktes weiter, auf den einst auch viele deutsche Mittelständer ihre Expansionshoffnungen gerichtet hatten. Die Gothaer TU kam 2017 auf ein Prämienvolumen von rund 150 Mio. Euro. Nach verlustreichen Jahren im...

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myLife | Rekordwachstum

Die myLife Leben ist 2017 stärker gewachsen als alle anderen Lebensversicherer. Das Neugeschäft im strategischen Kerngeschäft der Nettotarife wuchs um 82,1% auf 110,7 Mio. Euro. Insgesamt betrachtet stiegen die Beitragseinnahmen um 62,6% auf 120,5 Mio. Euro (Vorjahr: 74,1 Mio. Euro). Die Verwaltungskostenquote sank erneut deutlich auf 2,2% (2016: 3,6%). Im Geschäftsfeld Netto-Produkte konnte die Quote von 1,5% auf 1,2% gesenkt werden. Durch den strategischen Fokus auf das Netto-Geschäft sank die...

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Öffentliche Versicherung Braunschweig | Gewinnsteigerung in teurem Schadenjahr

Mit einem Gewinn in Höhe von 28,8 Mio. Euro konnte die Gruppe Öffentliche Versicherung Braunschweig 2017 das Vorjahresergebnis von 27,5 Mio. Euro nochmals leicht übertreffen. „Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis – besonders im Hinblick auf die besondere Zinssituation, eine sehr hohe Belastung durch Naturereignisse und die anspruchsvollen Anforderungen einer strengen, teilweise überbordenden Regulatorik“, sagte Knud Maywald, seit 1. Januar 2018 Vorsitzender des Vorstandes der Öffentlichen Versicherung Braunschweig, bei der...

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Signal Iduna | Kranken trägt das Wachstum – neues Strategieprogramm setzt auf digitale Offensive

Die Signal Iduna-Gruppe will wieder auf die Überholspur: Nach Abschluss eines tiefgreifenden Kostenkungsprogramms stellte Konzernchef Ulrich Leitermann bei der Bilanzpressekonferenz Ende Mai in Hamburg das neue Transformationsprogramm „Vision 2023“ vor – mit ehrgeizigen Wachstumsambitionen: Die Beitragseinnahmen sollen bis 2023 um ein Viertel auf sieben Mrd. Euro erhöht werden (2017: 5,6 Mrd. Euro). Gleichzeitig soll der nachhaltige rechnungsmäßige Überschuss um 30% steigen. Das Unternehmen will sich dabei noch stärker als bisher...

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Digitale Aufbruchsstimmung

Die Signal Iduna treibt die Digitalisierung massiv voran. Bei der neuen Wachstumsstrategie „Vision 2023“ steht die Nutzung der digitalen Möglichkeiten ganz oben. Dabei will man mit zwei Geschwindigkeiten vorgehen: Zum einen wird langfristig die Digitalisierung des Kerngeschäfts betrieben. Daneben setzt der Versicherer auf digitale Innovationen, die nicht zuletzt in Kooperation mit Insurtechs das Geschäft beflügeln sollen. Die Strategie sieht vor, dass künftig nicht mehr allein der Schutz von Risiken im...

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Zurich Deutschland | Beitragseinbruch und Gewinnsprung

Die Zurich Gruppe Deutschland hat zum ersten Mal seit einigen Jahren wieder detailliertere Zahlen für ihr Deutschland-Geschäft vorgelegt. Danach gingen 2017 die Beitragseinnahmen insgesamt um 7,2% auf 5,5 Mrd. Euro zurück. Das Minus speist sich sowohl aus Leben als auch Komposit: Im Nicht-Leben Segment, das zu wesentlichen Teilen über eine irische Gesellschaft bilanziert wird, betrug der Rückgang 5% auf 2,3 Mrd. Euro und war zum Teil die Folge von Maßnahmen...

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